General Motors (GM) entwickelt zwei neue Ecotec-Motoren mit geringem Verbrauch. Die Vierzylinder-Aggregate sollen von 2009 an bei den Konzernmarken in Europa zum Einsatz kommen, wie GM bei einer Veranstaltung in Turin mitteilte. Fortsetzung:Bei den neuen Motoren handelt es sich um einen 1,4-Liter-Turbobenziner und einen 1,6-Liter-CNG-Turbo für den Betrieb mit Erdgas - CNG steht für «Compressed Natural Gas».
Der 1,4-Liter-Turbo soll zwischen 88 kW/120 PS und 104 kW/140 PS leisten, ein maximales Drehmoment von 175 bis 200 Newtonmetern (Nm) entwickeln und die künftige Abgasnorm Euro 5 erfüllen. Dabei soll er rund acht Prozent sparsamer sein als ein ähnlich starker Saugmotor, hieß es. Als ein Hauptmerkmal des neuen Motors nennt GM den im Abgaskrümmer integrierten Turbolader.
Der Erdgasturbo mit 1,6 Litern Hubraum kommt auf 110 kW/150 PS und ein maximales Drehmoment von 210 Nm. Auch bei diesem Motor bilden Turbolader und Auspuffkrümmer eine Einheit. Erhältlich sein wird das Aggregat im Opel Zafira CNG.
Melk/Wien. Auf Österreichs Straßen sind derzeit knapp 2000 Erdgasautos unterwegs – weltweit sind es bereits neun Millionen. Das Interesse der Kunden steigt. Denn komprimiertes Erdgas (CNG) schont Umwelt und Geldbörse. Immerhin stößt ein CNG-Fahrzeug um 20 Prozent weniger CO2 aus und um 90 Prozent weniger Stickstoff und Feinstaub. Die Kraftstoffkosten reduzieren sich um bis zu 50 Prozent, betonte CNG-Experte Peter Seidinger (OMV) bei einer Erdgasauto-Präsentation im ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum am Wachau-Ring bei Melk. Fortsetzung:Dahinter steckt eine ausgereifte Technik: CNG wird in hochfeste Druckbehälter gepresst. Die Tanks sind aus Stahl oder in Leichtbauweise aus einer Alu-Verbundkonstruktion gefertigt, was eine Gewichtreduktion um ein Drittel bedeutet.
Der Kraftstoff wird von den Tanks über das Leitungssystem dem Druckregler zugeführt. Dieser reduziert den Druck des Erdgases von 200 bar auf den Einblasdruck von etwa 5 bis 6 bar. Über eine Niedrigdruckleitung gelangt der Kraftstoff dann weiter zu den CNG-Einblasdüsen. Da zwei gasförmige Stoffe – nämlich Erdgas und Luft – aufeinander treffen, lässt sich eine hochwertigere Gemischbildung als bei flüssigen Kraftstoffen erzielen. Die Steuerung der CNG-Zufuhr erfolgt über ein separates Gassteuergerät. Beim Tanken verhindert ein Rückschlagventil das Ausströmen von Erdgas.
Die herkömmlichen Ottomotoren können entweder mit Erdgas und Benzin (bivalent) oder nur Erdgas (monovalent) betrieben werden. Bei der bivalenten Variante lässt sich die gewünschte Kraftstoffart jederzeit, auch während der Fahrt, durch Umschalten vom Armaturenbrett aus wählen. Monovalente Fahrzeuge verfügen über keinen bzw. über einen nicht mehr als 15 Liter Benzin fassenden Reservetank. Der Platzgewinn wird für die Unterbringung zusätzlicher Gastanks genützt.
Dank der hohen Klopffestigkeit von Erdgas kann bei CNG-betriebenen Motoren das Kraftstoff-Luft-Gemisch höher verdichtet werden als bei Benzin. Damit lässt sich ein höherer Wirkungsgrad bei gleichzeitig geringerem Verbrauch erzielen.
Motoren arbeiten leiser
Erdgasoptimierte Motoren arbeiten wesentlich leiser als Dieselmotoren. Da das Erdgas langsam und weich verbrennt, ergibt sich sogar gegenüber Benzinmotoren eine Lärmreduktion. Fast alle Kraftfahrzeuge mit Ottomotoren können theoretisch mit wenigen Veränderungen für den alternativen Betrieb mit CNG umgerüstet werden. Die neue Gasanlage muss freilich in den Typenschein eingetragen werden. Auf bivalenten Betrieb umgerüstete Fahrzeuge können im Erdgasbetrieb einen leichten Leistungsverlust gegenüber Benzinbetrieb aufweisen.
Bei Serienfahrzeugen befinden sich die Tanks immer unter dem Fahrzeugboden. Bei umgerüsteten Fahrzeugen geht allerdings viel Platz im Kofferraum verloren. Drei Flaschen mit 90 Litern Erdgas im Gepäck ermöglichen eine Reichweite von 350 Kilometern.
CNG-betriebene Fahrzeuge gelten laut Crash-Tests als sicher. Bei einem schweren Aufprall sorgen Sicherheitsventile dafür, dass das Gas kontrolliert abgeblasen wird. Da Erdgas leichter als Luft ist und sich schnell verflüchtigt, besteht keine Explosionsgefahr. Dies gilt auch bei extremer Hitzeeinwirkung, wie die Experten betonen. Denn ein Erdgas-Luft-Gemisch explodiert bei rund 700 Grad Celsius, ein Benzin-Luft-Gemisch schon bei rund 370 Grad Celsius.
Das Tankstellennetz umfasst derzeit 122 Stationen. Bis zum Jahr 2010 soll es in Österreich 200 Tankstellen mit Erdgas geben.
Die Anschaffungskosten für ein Serienmodell liegen um 20 bis 30 Prozent über jenen von herkömmlichen Fahrzeugen. Derzeit gibt es knapp 20 serienmäßige Pkw und 10 Nutzfahrzeuge im Angebot. Eine Umrüstung zahlt sich nur bei Neuzulassungen wirklich aus. Denn nur hier lassen sich Förderungen ausnützen. So gibt es durch die Änderung der Normverbrauchsabgabe (Nova) mit 1. Juli 2008 für alternativ betriebene Fahrzeuge einen generellen Bonus von 500 Euro. Auch wird der CO2-Ausstoß in die Berechnung der Nova einbezogen. Zusätzlich wird in Wien noch bis Ende März 2009 der Kauf von Erdgasautos oder das Umrüsten mit 1000 Euro gefördert. Auch die restlichen Bundesländer unterstützen eine Anschaffung.
In den Zeiten steigender Energiepreise kommen manche Leute auf dumme Gedanken. Da werden Autotanks abgezapft oder das Holz aus Nachbars Garten entwendet (wir berichteten). Da staunte ein Eigentümer im Brückental in Sondershausen nicht schlecht, als er am Ende April 2006 sogar Erdöl in seinem Garten fand... Fortsetzung:Jedenfalls eine ölhaltige Substanz in der Nähe seines Gartenzauns. Der großen Freude über immensen Reichtum wich aber bald die Sorge, als er feststellte, dass er nicht etwa über Nacht zum Scheich und Eigentümer einer Ölquelle geworden war, sondern offensichtlich ein Nachbar ein Gemisch aus Mineralöl mit Pflanzenöl über den Zaun gekippt hatte.
Ob es sich um einen Nachbarstreit zwischen Gartenbesitzern oder um eine einfache Art der Entsorgung von Altöl handelte, war nicht sogleich ersichtlich. Jedenfalls wurden Proben genommen und das Ganze von der Polizei und einem Sachverständigen dann näher untersucht. Anlass genug für das Amtsgericht Sondershausen, einen Strafbefehl wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen in Höhe von 500 Euro auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mühlhausen zu erlassen. Dem folgten dann der Einspruch und die Verhandlung vor Gericht.
Der Verteidiger des Angeklagten, eines 70jährigen Rentners aus Sondershausen, rügte dabei geschickt die Feststellungen der Polizei. Man habe keine Tatzeugen und zudem an der betreffenden Stelle keine Bodenprobe genommen. Die eigentliche Probe stamme von einer ganz anderen Stelle.
Die Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Sondershausen brachte dann Merkwürdiges zu Tage: Tatsächlich war die entscheidende Bodenprobe nicht genommen worden. Direkte Tatzeugen gab es nicht. Offensichtlich hatte der Rentner zwar etwas über den Zaun geschüttet, nur was es genau war, konnte man nicht mehr feststellen.
Ein Freispruch war dann auf Kosten der Staatskasse die Folge. Das Verfahren ist somit rechtskräftig abgeschlossen. Der Traum vom Ölreichtum in der Kreisstadt nahm damit ein jähes Ende, Unbehagen wegen des eigentlich ungeklärten Falles ist leider geblieben.
Die zur Itzehoer PROKON Unternehmensgruppe gehörende PTN Pflanzenöltechnik Nord GmbH stellt ihr Euro5-Norm konformes Pflanzenöl-Umrüstsystem PTN PROtronic und einen einzigartigen Motorölsensor auf der IAA Hannover vom 25.9. – 2.10.2008 vor.
Die in Itzehoe ansässige PTN – Pflanzenöltechnik Nord GmbH vertreibt mit der PTN PROtronic ein erfolgreiches Umrüstsystem für den Betrieb von Nutzfahrzeugen mit Pflanzenöl. Die PTN PROtronic hat sich bereits bei fast 2.000 Umrüstungen bewährt. Fortsetzung:Das System ist Euro-5-Norm kompatibel. Dies wurde von der technischen Universität Graz geprüft und offiziell zertifiziert. Bei den Tests wurde ein werksneuer Euro-5-LKW im so genannten FIGE Zyklus auf dem Prüfstand gefahren und die Emissionen im Dieselbetrieb gemessen. Anschließend wurde das Fahrzeug mit der PTN-PROtronic ausgestattet und die Emissionen im Betrieb mit Pflanzenöl ermittelt. In diesem Vergleichstest wurden neben dem Vorteil der CO2-Neutralität zum Teil erheblich geringere Ruß- und Schadstoff-Emissionen im Pflanzenölbetrieb festgestellt. Bereits heute investiert PTN in die Weiterentwicklung des Systems, um auch den Anforderungen zukünftiger Abgasnormen gewachsen zu sein.
PTN PROtronic – das System Abhängig von der Temperatur des Pflanzenöls und der Motordrehzahl erfolgt die Umschaltung von Diesel- auf Pflanzenölbetrieb vollautomatisch. Bei der Umrüstung werden nur wenige zusätzliche Komponenten in den vorhandenen Kraftstoffkreislauf integriert. Dabei handelt es sich um bewährte Komponenten aus dem Anlagen- und Fahrzeugbau, die ihre Langzeittauglichkeit zweifelsfrei bewiesen haben. Die allgemeine Betriebs-erlaubnis (ABE) bleibt uneingeschränkt erhalten. Ein einzigartiger Motorölsensor misst kontinuierlich die Qualität des Motoröls und signalisiert, wann ein Ölwechsel erforderlich ist. Dadurch werden die Ölwechselintervalle optimiert und eine besonders hohe Wirtschaftlichkeit der Umrüstung erreicht. Der Motorölsensor ist auch als leicht zu installierender Nachrüstsatz für die Umrüstungssysteme anderer Anbieter erhältlich. Die Entwicklung der PTN PROtronic fand in enger Zusammenarbeit mit den Vereinigten Werkstätten für Pflanzenöltechnologie statt. VWP gehört zu den führenden Spezialisten im Bereich Forschung und Entwicklung im Bereich des Betriebs von Dieselmotoren mit Pflanzenöl.
PTN und PROKON Oil Im Sinne der PROKON-Unternehmensphilosophie, alle Dienstleistungen und Produkte aus einer Hand anzubieten, übernimmt die PROKON Oil GmbH & Co. KG die Versorgung der PTN-Kunden mit hochwertigem Pflanzenöl. Das Pflanzenöl erfüllt mindestens den Qualitätsstandard der V-DIN 51605. Das firmeneigene bundesweite Tankstellennetz ermöglicht den Kunden schnelles und bequemes Tanken an vielen Standorten in Autobahnnähe, an wichtigen Verkehrsknotenpunkten sowie in grenznahen Bereichen. Für den Ausbau seines Tankstellennetzes für Pflanzenöl ist PROKON Oil ständig auf der Suche nach Partnern, die einen Standort für Tankcontainer-Stationen zur Verfügung stellen oder ihre Hoftankstelle für umgerüstete Fahrzeuge öffentlich zugänglich machen können. PROKON Oil freut sich über jedes Angebot und gibt gerne Tipps zur Planung und Umsetzung. Den Verpächtern der Standorte bietet PROKON Oil neben der Pacht auch eine attraktive Umsatzbeteiligung an.
Eigentlich ist die Sache klar: Der 26 Jahre alte Mercedes-Transporter vom Typ T1 601, der noch mit Vergasertechnik arbeitet, hätte nie und nimmer in die Kölner Umweltzone fahren dürfen. Denn die Abgaswerte des auf 100 Kilometer 14 Liter Benzin schluckenden Vehikels reichen nicht einmal mehr für die feuerrote Grenzwertplakette. Nümbrecht - Eigentlich ist die Sache klar: Der 26 Jahre alte Mercedes-Transporter vom Typ T1 601, der noch mit Vergasertechnik arbeitet, hätte nie und nimmer in die Kölner Umweltzone fahren dürfen. Denn die Abgaswerte des auf 100 Kilometer 14 Liter Benzin schluckenden Vehikels reichen nicht einmal mehr für die feuerrote Grenzwertplakette. Das findet der Kreissprecher der Grünen auch völlig in Ordnung, und er begrüßt die Einrichtung einer Umweltzone ausdrücklich. Fortsetzung:Was ihm gegen den Strich geht: Dass seine Investition in die Gasanlage nicht belohnt werden soll: „Ich hatte von Anfang an vor, einen Benzintransporter zu kaufen, den ich für meine Hobbys und für den Transport von Motorradteilen brauche. Denn nur einen Benzinmotor kann ich auf Autogas umrüsten lassen.“
Im April war es soweit, der alte Lieferwagen wurde auf Autogas umgestellt. Und so wird aus dem alten Stinker plötzlich ein Fahrzeug mit exzellenten Umweltwerten. Allein: Das erkennen TÜV und Zulassungsstelle normalerweise nicht an, denn theoretisch könnte ja immer noch Benzin getankt und verbrannt werden. „Das wäre natürlich aus Kosten- und aus Umweltaspekten absolut unsinnig“, meint Bongartz. Der Spritpreis für Autogas ist übrigens nur halb so hoch wie für Benzin - das rechnet sich trotz rund 20 Prozent Mehrverbrauch deutlich. Trotz guter Ökobilanz: Ein solches Fahrzeug wird normalerweise nicht umgeschlüsselt.
Selbst Bongartz alter Studienfreund Boris Palmer konnte ihm nicht weiterhelfen, obwohl der inzwischen immerhin Oberbürgermeister in Tübingen ist. „Das ist Bundessache, da kann ich gar nichts machen“, winkte Palmer ab.
Bongartz gab dennoch nicht auf und schrieb eine Petition an die Stadt Köln, die ihn gleich darauf in den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden einlud. Und ihm hier im Juni volle zehn Minuten gab, um sein Anliegen persönlich vorzutragen.
Bongartz bat den TÜV Waldbröl vorab, die Abgaswerte im Gasbetrieb zu messen. Und bekam einen äußerst niedrigen Schadstoffausstoß attestiert. „Das ist zwar kein lupenreines Einzelgutachten, aber besser als nichts“, fand er. Der Kölner Ausschuss sah das ganz genau so: „So ein Auto muss hier fahren dürfen“, beschlossen die Ausschussmitglieder, und baten die Bezirksregierung um Amtshilfe, wie denn nun eine solche Ausnahmegenehmigung gewährt werden könne.
Die Genehmigung der Zulassungsstelle liegt seit September vor, und damit darf das alte Töfftöff in der Kölner Umweltzone nun auch Gas geben. Wenn das amtliche Papier in der Windschutzscheibe des T1 erkennbar ist.
Eine echte grüne Plakette gibt es zwar bislang noch nicht - aber Bongartz kämpft weiter: „Der Regierungspräsident hat den Vorgang inzwischen nach Berlin weitergeleitet.“ Und hier will Bongartz auf Bundesebene eine Ausnahme für alle Autogas-Fahrer erstreiten.
Unter dem Motto "Clevertanker mit Autogas" startet Chevrolet Deutschland in die letzten Monate des Jahres und bietet den Kunden beim Erwerb eines Aktionsmodells (Matiz, Aveo, Lacetti, Nubira, Epica oder Captiva) die Autogas-Anlage ohne Aufpreis dazu. Fortsetzung:Der Kunde spart beim neuesten Chevrolet-Coup gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen muss er keine Kosten für den Einbau der Autogas-Anlage übernehmen. Zum anderen schlägt sich die Wahl von Flüssiggas als Antriebsalternative bei jedem Tankstopp positiv im Portemonnaie nieder – mit durchschnittlich nur 71 Cent pro Liter liegen die Kraftstoffkosten um rund 50% niedriger als bei Benzin. Bis 2018 bleibt LPG (Liquified Petroleum Gas) vom Gesetzgeber steuerlich begünstigt. Umgerechnet auf 10 Jahre lassen sich so beispielsweise mit dem familienfreundlichen SUV Chevrolet Captiva bis zu 10.800 Euro einsparen.
Nicht nur der Geldbeutel, auch die Natur wird es den Autofahrern danken. Die Emissionen sinken mit Autogas um bis zu 80% – schlagkräftiges Argument in der CO2-Diskussion. Über die Verfügbarkeit der umweltfreundlichen Kraftstoffalternative müssen sich die Besitzer eines LPG-Fahrzeugs indes keine Gedanken machen. Schon heute ist das Tankstellennetz für Flüssiggas komfortabel ausgebaut, bis Ende 2008 finden sich deutschlandweit über 4.000 Zapfsäulen. Und für den Notfall: Der serienmäßige Benzintank bleibt erhalten.
Die Kunden nehmen dieses attraktive Angebot verstärkt wahr: In den ersten 7 Monaten des Jahres 2008 verzeichnete Chevrolet 1.026 Neuzulassungen mit LPG-Antrieb – laut VDIK (Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V.) Spitzenreiter in Deutschland. Bereits jeder zehnte verkaufte Chevrolet fährt hierzulande mit Flüssiggas.
Wer mit Autogas fährt, zahlt die Hälfte / Auf zertifizierte Händler achten
Bielefeld. An der Tankstelle nur noch die Hälfte zahlen – das wär schön. Möglich wird der Traum für Autofahrer, die auf Autogas umrüsten. Denn ein Liter Flüssiggas kostet mit 73 Cent mehr als die Hälfte weniger als Super- oder Normalbenzin. Ob sich das Umrüsten auf Autogas für Sie lohnt, hängt ab von der Größe des Motors und von Ihren Fahrgewohnheiten. Fortsetzung:Den Motor umbauen zu lassen, dass er neben Benzin auch das verflüssigte Propan-Butan-Gemisch verbrennen kann, kostet für die Mehrzahl der Motoren zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Benzinmotoren, Einspritzer ausgenommen, können umgerüstet werden, für Dieselfahrzeuge lohnt sich der Umbau nicht. Der ADAC listet für 50 Automodelle die Umrüstkosten auf und nach wie vielen Kilometern sich die Investition lohnt (www.adac.de). Der Umbau eines Opel Zafira oder Vectra mit 1,8-Liter-Motor rentiert sich demnach nach 48.000 gefahrenen Kilometern, beim Nissan Micra mit 1,2-Liter-Motor sind es 62.000 Kilometer und beim Golf 1.6 50.000 Kilometer.
Autofahrern, die überwiegend Kurzstrecken fahren, rät Tim Reinert, Geschäftsführer des Löhner Autohauses Möller & Boullier, von Autogas ab. Denn laut Reinert muss der Motor die ersten ein bis vier Kilometer mit Benzin betrieben werden. Laut ADAC schaltet die Steuerung jedoch schon nach 30 bis 40 Sekunden auf Gas um.
Smart-Fahrer müssen viele Kilometer zurücklegen
Wie viel man beim Fahren mit Autogas spart, hängt auch von der Größe des Motors ab. So rentiert sich der Umbau eines Ford Galaxy 2.3 16 V bereits nach 36.000 Kilometern, ähnlich ist es beim Audi A 8 mit 4,2-Liter-Motor und beim Chrysler Voyager 2.4. Ein großer Motor verbraucht mehr Benzin, beim Betrieb mit Autogas wird automatisch eine größere Menge Benzin eingespart. Der Besitzer eines Smart for two Coupé hingegen muss mehr als doppelt so viele Kilometer zurücklegen, um die Umbaukosten wieder herauszuholen.
Da der Tank nur zu 80 Prozent befüllt werden kann, ist die Reichweite bei mit Autogas betriebenen Fahrzeugen geringer. Beim Opel Zafira reduziert sie sich auf 506 Kilometer, der Vectra kommt 552 Kilometer weit. Der Golf schafft 518 Kilometer mit Autogas. Ein leerer Gastank ist kein Problem, der Motor schaltet automatisch auf Benzin um. Bisher bieten nur wenige Hersteller Neuwagen mit Autogasantrieb ab Werk an: Subaru, Chrysler, Chevrolet, Kia und Lada, Ford bietet die Modelle Focus und C-Max ab Werk mit Gasantrieb, VW den Sharan und ab Herbst auch den Golf. Der Aufpreis liegt zwischen 1.200 und 3.100 Euro.
Vorsicht beim Umrüsten eines Neuwagens: In vielen Fällen erlischt die Herstellergarantie. Erfolgt der Umbau bei einem autorisierten Vertragshändler, bleibt bei Citroën die Neuwagengarantie erhalten, Fiat und Opel bieten eine zweijährige Bauteilegarantie auf alle wichtigen Motorgruppen.
Wer seinen Gebrauchten umrüsten lässt, sollte qualifizierte Einbaubetriebe beauftragen und auf entsprechende Zertifikate achten, rät der ADAC. Auf der Internetseite www.autogastanken.de kann man eine Werkstatt in seiner Nähe suchen. Nicht alle Motorentypen kommen mit Autogas zurecht. Hersteller wie Mercedes und Ford raten von einem Betrieb mit Autogas generell ab und geben keine Herstellergarantie. Der ADAC empfiehlt, sich vor Auftragserteilung eine schriftliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Umrüster zu holen. Um Garantieprobleme zu vermeiden, sollte man nach einer Garantieausfallversicherung fragen.
Motor richtig einstellen
Eine Umfrage des ADAC im vergangenen Jahr unter 5.000 Autogas-Fahrern ergab, dass ein Drittel der befragten Autofahrer Auffälligkeiten im Vergleich zum Benzinbetrieb feststellten, zum Beispiel geringere Leistung im höheren Drehzahlbereich oder ein unrunder Motorenlauf im Leerlauf. Als Grund stellte sich eine falsche Einstellung des Motors heraus, die in den meisten Fällen behoben werden konnte. Bei zwei Prozent der Problemfälle kam es zu Motorschäden, betroffen waren dabei am häufigsten Fahrzeuge der Marke Ford. 98 Prozent der Befragten würden sich in Zukunft wieder für Autogas entscheiden. (aw)
Die Subaru-Aktion zur kostenlosen Umrüstung auf Autogas wurde verlängert bis zum 28. November 2008. Die teilnehmenden Subaru-Händler bieten bei Kauf und Zulassung eines Subaru Neu- oder Vorführwagens die kostenfreie Umrüstung auf den Betrieb mit dem umweltfreundlichen und kostengünstigen Kraftstoff Autogas an. Vom ersten Tag an rentiert sich dank dieser Aktion der Umstieg auf Autogas, denn die Amortisationsrechnung für die Anlage und den Einbau wird überflüssig. Autogas-Fahrer sparen bei jedem gefahrenen Kilometer bares Geld. Fortsetzung:"Ein Blick auf die Benzinpreise bei den Tankstellen zeigt sofort, wie attraktiv unser Angebot Autogas ecomatic® ist", erläutert Jens Becker, Geschäftsführer der Subaru Deutschland GmbH. "Das gilt nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für die Umwelt, denn Autogas ist ein sehr sauberer Brennstoff, mit dem wir die Emissionsbelastung für die Umwelt wesentlich reduzieren können. Für unsere Kunden bringt die kostenfreie Umrüstung auf den bivalenten Betrieb eine signifikante Senkung der Kraftstoffkosten ohne Einbußen bei Leistung, Komfort und Sicherheit. Dank des Energiesteuergesetzes ist gesichert, dass sie mit der Umrüstung auf Autogas auch langfristig die richtige Entscheidung treffen." Das Gesetz sieht die steuerliche Begünstigung von Autogas bis zum 31. Dezember 2018 vor.
Technik
Subaru ist einer der "Autogas-Pioniere" und bietet bereits seit 2004 Umrüstanlagen an. Die Nachrüstung mit einem Autogastank in der Reserveradmulde, einem Zuleitungssystem zu den Zylindern und einem Verdampfer zur Herstellung eines zündfähigen Gasgemisches macht das Fahrzeug bivalent: Es kann also wechselseitig sowohl mit Benzin als auch mit Autogas betrieben werden. Mit einem einfachen Knopfdruck kann der Fahrer während der Fahrt von Benzin- auf Gasbetrieb und umgekehrt umschalten.
Volle Werksgarantie auf die Autogasanlage
Die Umrüstkits sind maßgeschneidert für Subaru-Fahrzeuge. Der komplette Einbau der Autogasanlage dauert etwa zwölf Stunden. Bei Subaru wird der Autogastank Platz sparend in der Reserveradmulde installiert, das Reserverad wird durch ein Pannenspray ersetzt. Das Kofferraumvolumen wird kaum eingeschränkt. Die von der Subaru Deutschland GmbH gelieferten Anlagen wurden in Langzeittests geprüft und zertifiziert. Das TÜV-Gutachten bestätigt die Echtheit einer Subaru ecomatic® Autogas-Anlage. So gewährt die Subaru Deutschland GmbH die volle bis zu dreijährige Werksgarantie oder bis maximal 100.000 km Gesamtfahrleistung des Fahrzeugs für die Bauteile der Autogasanlage bei Einbau vor Erstzulassung.
Kostenrechnung
Ein Liter Autogas kostet im Bundesdurchschnitt rund 0,70 Euro und ist damit um etwa die Hälfte billiger als Superbenzin. Weil die Umrüstung nichts kostet, erübrigt sich eine Amortisationsrechnung, was den Umstieg auf Autogas für die Käufer eines Subaru Neu- oder Vorführwagens noch lukrativer macht. Wie sehr sich die Umrüstung bis Ende November 2008 für Subaru-Kunden lohnt, beweist das folgende Rechenbeispiel: Subaru Forester 2.0X, Jahresfahrleistung 20.000 km; durchschnittlicher Verbrauch 8,4 l/100 km. Bei der Berechnung ist ein gasspezifischer Mehrverbrauch von 30 Prozent berücksichtigt: Autogas hat eine im Vergleich zu Benzin geringere Dichte und somit einen geringer ausfallenden Energiewert. Dies führt zu einem etwas höheren Verbrauch.
Vom ersten Tag an spart der Autogas-Fahrer bares Geld. Im Fall des Subaru Forester 2.0X deutlich mehr als 800 Euro jedes Jahr. Folgende Subaru-Fahrzeuge der Modelljahre 2008/2009 lassen sich umrüsten:
* Forester 2.0X (Schalter und Automatik), * Impreza 1,5R und RF (Schalter und Automatik), * Impreza 2.0R (Schalter und Automatik), * Legacy 2.0R Limousine (Schalter und Automatik); * Legacy 2.0R Kombi (Schalter und Automatik), * Legacy 2.5i Limousine (Schalter und Automatik), * Legacy 2.5i Kombi (Schalter und Automatik), * Outback 2.5i (Schalter und Automatik).
Sicherheit und Versorgung
Fahrzeuge mit Autogasantrieb sind ebenso sicher wie benzin- oder dieselbetriebene Autos: Die Gasanlage muss hohe Sicherheitsauflagen erfüllen und ist TÜV-geprüft. "Es gibt keine Hinweise aus der Praxis, dass bei diesen Fahrzeugen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht, auch nicht aus jenen Ländern, wo relativ viele Autogasautos zugelassen sind. Crash- und Brandtests zeigen, dass sie nicht gefährlicher sind als vergleichbare Benzinfahrzeuge", attestiert der ADAC. Auch muss kein Fahrer eines Autogas-Subaru Nachteile bei der Parkplatzsuche befürchten: Autogas-Fahrzeuge dürfen seit der Novellierung der Garagenverordnung im November 1993 selbstverständlich auch in Tiefgaragen geparkt werden. Auch Tankstellen gibt es inzwischen reichlich: Bundesweit bieten derzeit mehr als 4.000 Stationen Autogas an.
Berlin (dpa/tmn) - Es sind harte Zeiten für Autofahrer: Die Preise für Benzin und Diesel liegen auf einem neuen Rekordniveau - und daran dürfte sich in Zukunft kaum etwas ändern.
Hinzu kommt, dass seit der letzten Preisrunde der Kostenvorteil von Dieselfahrzeugen dahin ist: Am vergangenen Mittwoch war der Liter Diesel mit 1,52 Euro im Bundesdurchschnitt erstmals genauso teuer wie der Liter Benzin. An manchen Tankstellen kostet Diesel sogar schon mehr, und das wird nach Einschätzung von Experten bald die Regel sein. Vielen Benziner- und Dieselfahrern laufen damit die Kosten davon. Doch es gibt einen Ausweg aus der Spritpreisfalle: Denn mit steigenden Kraftstoffkosten wird die Umrüstung gebrauchter Autos auf Flüssiggas interessanter. Fortsetzung: «Aus Verbrauchersicht ist das durchaus eine vernünftige Variante», sagte Daniel Kluge vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Sie kommt vor allem für diejenigen in Frage, für die sich ein Diesel wegen der hohen Spritpreise nicht mehr lohnt und die sich aus finanziellen Gründen keinen sparsamen neuen Benziner leisten können. Denn für die Anschaffung eines gebrauchten Benziners samt der 1800 bis 2800 Euro Umrüstkosten auf Flüssiggas - auch Autogas genannt - muss deutlich weniger investiert werden.
Hinzu kommt, dass Autogas laut Kluge bis zum Jahr 2018 von der Mineralölsteuer befreit ist. Dadurch sei es beim Tanken derzeit um rund die Hälfte günstiger als Benzin und Diesel. Nach Angaben des Deutschen Verbands Flüssiggas (DVFG) in Berlin beträgt der Durchschnittspreis von Flüssiggas in Deutschland rund 69 Cent.
Das ergibt beim Tanken einen erheblichen Preisvorteil, wie Kluge anhand eines Rechenbeispiels verdeutlicht: Bei einem Spritpreis von 1,50 Euro pro Liter, einem Durchschnittsverbrauch von 8,0 Litern auf 100 Kilometer und einer Fahrleistung von 15 000 Kilometern im Jahr zahlten Diesel- und Benziner-Fahrer jährlich rund 1800 Euro allein an Spritkosten. Bei Autogas wären es dagegen rund 900 Euro.
Laut DVFG-Geschäftsführer Robert Schneiderbanger kommen wegen der hohen Spritpreise immer mehr Autofahrer auf die Idee, ihr Fahrzeug auf Autogas umzurüsten. «Die Werkstätten sind total ausgelastet», sagt Schneiderbanger. Zurzeit belaufe sich der Bestand an Autogas-Fahrzeugen in Deutschland auf 250 000. Der Verband rechnet damit, dass es bis zum Jahr 2015 bereits rund eine Million oder mehr sein werden.
Allerdings muss vor einer Umrüstung geprüft werden, ob sich das Fahrzeug dafür auch eignet. So wird ein Benzinmotor nach Angaben des Verbands der Motorinstandsetzungsbetriebe (VMI) in Ratingen im Gasbetrieb stärker belastet. Der Umrüstbetrieb müsse wissen, ob der Motor diese Belastungen ohne weitere Eingriffe übersteht oder eventuell Umbauten am Motor erforderlich sind. Die Werkstatt sollte daher über die nötige Erfahrung für diese Arbeiten verfügen.
VCD-Sprecher Kluge empfiehlt Interessenten, für sich auszurechnen, ab welcher Kilometerleistung sich diese Alternative lohnt. Eventuell sei auch die Anschaffung eines gebrauchten Erdgasfahrzeugs eine Alternative. Erdgas liege preislich auf einem ähnlichen Niveau wie Autogas, sei ebenfalls bis zum Jahr 2018 steuerbefreit und zudem aus Umweltsicht besser geeignet, da es bei der Verbrennung weniger CO2 freisetzt.
SONDERSHAUSEN. Die aktuellen Spritpreise sind der Hohn. War bereits in den Pfingstferien die 1,50-Euro-Marke geknackt worden, gibt es jetzt scheinbar keine Hemmungen mehr. Einziger Trost: Egal, ob Diesel, Benzin oder Super - momentan löhnen alle das Gleiche. Alternativen sind immer mehr gefragt. Die Stadtwerke haben ihre Einfahrpauschale bis Ende dieses Jahres verlängert und locken mit Tankgutscheinen. Doch der Trend geht wohl zum Autogas. Fortsetzung:Ein jeder geht anders mit dem Problem um. Die einen steigen aufs Fahrrad und lassen das Auto stehen. Die nächsten begeben sich auf Spritklau wie jüngst am Wochenende: Aus einem Bagger an einer Baustelle zwischen Otterstedt und Bliederstedt wurden 150 Liter Sprit abgezapft. Doch das seien Einzelfälle, so Klaus Schulz, Chef der Polizeiinspektion Kyffhäuser. Immer wieder mal gebe es Dieseldiebstähle, das sei aber kein Schwerpunkt. "Bei Pkw haben wir das zum Glück noch nicht erlebt. Das liegt vielleicht auch am Risiko. Für die paar Liter lohnt es sich wohl nicht", meint er.
Hoher Dieselpreis treibt Biosprit-Aktien Angesichts der rasant gestiegenen Dieselpreise wird das Tanken mit Biokraftstoff wieder attraktiv. Die Hoffnung auf einen wieder anziehenden Biodiesel-Absatz an den Tankstellen sorgt für Freudensprünge an der Börse.
Biodiesel-Aktien erholen sich am Freitag auf breiter Front und ziehen kräftig an. Die Papiere von EOP Biodiesel gewinnen rund 18 Prozent, die Titel von Biopetrol steigen um über 15 Prozent. Die Aktien des Biodiesel- und Bioethanol-Herstellers Verbio klettern um rund fünf Prozent nach oben. Fortsetzung:In den letzten Monaten hatten die Biodiesel-Aktien allerdings kräftig nachgegeben. Grund: Die höhere Besteuerung von Biokraftstoffen seit Jahresbeginn hatte zu einem Absatzeinbruch an den Tankstellen geführt. Aufgrund der gesunkenen Nachfrage leiden die Biodiesel-Hersteller seit Monaten unter Überkapazitäten. Der Kurs von EOP Biodiesel und Biopetrol stürzte folglich binnen eines Jahres von 9 bis auf 2 Euro, die Aktie von Verbio rauschte von acht auf knapp über einen Euro.
Comeback von Biodiesel an den Tankstellen Laut der "Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP)" - dem Biokraftstoff-Lobbyverband - haben die stark gestiegenen Dieselpreise in diesen Tagen zu einem Comeback von Biodiesel an den Tankstellen gesorgt. Der durchschnittliche Preisunterschied liege bei fast 12 Cent je Liter. An einzelnen Tankstellen läge die Preisdifferenz gar schon bei über 25 Cent je Liter.
Die extremen Schwankungen der Kraftstoffpreise machen deutlich, dass die Besteuerung von Biosprit an den Marktverhältnissen vorbei konzipiert sei, kritisiert die UFOP. Der Verband fordert eine Steuerpolitik, die solche Schwankungen berücksichtigt.
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